Die Referenz zeigt, wie sich ein vertrautes Printmedium um eine unmittelbar erreichbare digitale Ebene ergänzen lässt.
Ausgangslage
Eine klassische Visitenkarte vermittelt Kontaktdaten schnell, bietet aber nur wenig Raum für erklärungsbedürftige Leistungen oder visuelle Inhalte. Für dieses Experiment sollte die gedruckte Karte deshalb nicht ersetzt, sondern sinnvoll erweitert werden. Ein QR-Code dient als klarer Einstieg: Nach dem Scan öffnet sich die browserbasierte Anwendung ohne zusätzliche App-Installation. So bleibt die Karte als physischer Kontaktpunkt erhalten und führt zugleich zu einem interaktiven Erlebnis, das Gestaltung, Information und räumliche Inhalte verbindet.
Gestaltung und Umsetzung
Im Mittelpunkt stand eine verständliche Abfolge vom Scan bis zur Interaktion. Die visuelle Gestaltung der Karte, die Position des QR-Codes und die digitale Szene mussten als zusammenhängendes System funktionieren. 3D-Inhalte und WebAR wurden so eingesetzt, dass die Technik nicht zum Selbstzweck wird, sondern die persönliche Präsentation erweitert. Gleichzeitig war eine klare Informationshierarchie wichtig: Besucherinnen und Besucher sollen unmittelbar erkennen, was sie sehen, wie sie die Ansicht bedienen und welcher nächste Kontaktweg sinnvoll ist.
Einordnung
Das Projekt ist eine frühe Referenz für die Verbindung von Print, Webentwicklung und Augmented Reality. Es macht sichtbar, wie ein alltäglicher Gegenstand als Zugang zu zusätzlichen Informationen genutzt werden kann. Besonders relevant ist dabei der browserbasierte Ansatz, weil er die Einstiegshürde klein hält und das Erlebnis direkt über ein modernes Smartphone erreichbar macht. Die gewonnenen Erfahrungen zu QR-Einstieg, mobiler Bedienung, Ladeverhalten und visueller Führung fließen bis heute in interaktive Web- und 3D-Projekte ein.